
Die Geschmäcker sind verschieden. Ein Glück. Sonst würde jeder Mensch entweder mit Kinderschokolade glücklich oder im Gegenteil multiple Aromen wie die unserer Produkte begehren … und nachahmen. Da diese aber nicht das allgemeingültige Ziel der Arbeit mit Kakao und Schokolade darstellen, könnten wir ebenso frei über den Weg zur Schokolade plaudern wie die Industrie jeden Besucher in ihre Hallen führt – wohl wissend, dass »man« solche Maschinen weder bezahlen kann noch wüsste wie man an die Bohnen kommt – und überhaupt, wozu der ganze Aufriss, wenn das was hinten raus kommt 79 Cent kostet und irgendwie gleich schmeckt.

Der Konjunktiv steht in diesem Satz weil es den einen Weg nicht gibt. Wir erinnern uns an die ebenso logischen wie langen Press- und Misch-Grafiken aus Schulbüchern, die »72 Stunden-Conche« – Marketing-Formel der Franko-Schweizer-Schoko-Mafia – und lächeln milde. Unsere einzige Methode ist, die Sinne wach zuhalten. Die Kakaobohne, das bis vor kurzem für den sogenannten Endkonsumenten völlig unbekannte Ding will erfahren werden. Sollen wir sie mahlen, hacken, reiben oder pressen? Wie lange? Mit Zucker oder ohne? Wenn schon eine Veränderung der Gussform bei gleicher Schokolade eine geschmackliche Veränderung bewirkt, was geschieht erst wenn wir ganz vorne ansetzen? Wir haben gelernt, dass die aufgebrochene Bohne Säure und Frucht freisetzt und dass die Conche ihr beides entzieht. Hier setzten wir an. Neue Maschinen, neue Prozesse, neue Geschmäcker. Eine Bohne für zehn Hallelujah.
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